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Was für ein Tag...

...mitten im schnöden Alltagstrott.
Ein ganz normaler Montag eigentlich, nur war ich halt noch etwas erkältet.
Deutsch & Faust brachten mich heut zum Nachdenken. Das hat mich sehr überrascht. Wow - die Schule, das stinkende, aufgezwungene "Privileg" lernen zu dürfen, was andere für richtig halten, brachte mich tatsächlich zu einem guten Gedanken.
Mephistos Aufgabe ist es, Faust den Sinn des Lebens zu zeigen bzw. ihm seine Freude im Leben zurückzugeben. Wenn Faust die magischen Worte "Augenblick verweile doch" spricht und er seinen Wunsch als erfüllt erachtet - gehört seine Seele dem Teufel.
Daraus zieh ich für meinen Teil, dass jedes Streben nach Glück und Antworten, jeder Wunsch sich zu verbessern, etwas zu verändern, die Suche nach einem Sinn in unserem Leben geradezu zum Scheitern verurteilt ist.
Nun, wenn Faust seinen Wunsch bekäme - augenblicklich schmisse Mephisto ihn in die Hölle. Seine Erkenntnis hätte er zwar für ein paar Sekunden gehabt, aber ich finde hier steht 'Hölle' als Metapher. Er weiß und hat, was er will - und es ist eine Qual. Einen kurzen Moment Antworten und Freude und sofort danach eine neue Erkenntnis: der Weg war das Ziel.
Faust hat seinen Willen. Aber jetzt steht er da. Ohne Ziel, ohne Lebenswillen. Das ist seine Hölle. Alles wonach wir streben führt uns letztendlich geradewegs ins Verderben - der Mensch ist schlichtweg nicht fähig zu verstehen und zu begreifen. Der Sinn des Lebens würde ihm nichts bringen, er würde ihn niemals im Ganzen erfassen. Also weiß er, dass er auf der Erde "lkjdfklsdföjksdh" wegen ist, aber es bringt ihm nichts. Und ab in die Hölle.

So zieht wahrscheinlich jeder seine Ansichten aus Faust... eine aus meiner Klasse bezeichnete den Sinn des Lebens als 'die Liebe'. Dabei stellt sie im Buch meiner Meinung nach nur ein irdisches Mittel dar, um Faust seine Triebhaftigkeit bewusst zu machen...
Aber wie gesagt: jeder, wie's ihm passt.


Mathe hat mich angekotzt. So ein sinnloses Fach. Schafft sich seine eigenen Probleme um sie dann wieder zu lösen. Ärgerlich ^^

Naja.. wieso lass ich mir meinen Alltag momentan eigentlich so von Schule dominieren... Klar, ich brauche sie, um meinen Unabhängigkeitswunsch irgendwann erfüllen zu können. Ein einfacher Angestellter ist niemals unabhängig - das Abitur öffnet mir die Tür zu den ersten Schritten. Das lässt mich die Sinnlosigkeit momentan noch ertragen... die ganzen bescheuerten Gesichter dort... ihre ganze Persönlichkeit kann man in maximal 2 Sätzen zusammenfassen. 3 Worte tun's allerdings auch: naiv, langweilig, treudoof. Natürlich... ich mag einige ganz gern. Aber es ist eine so oberflächliche Sympathie. Glaube nicht, dass ich irgendwen von ihnen irgendwann bei besserem Kennenlernen je als richtigen Freund bezeichnen könnte. Nichtmal mehr J., der mir wirklich mal nahe stand. Letztes Jahr anfangs sogar noch.
Wie sich alles verändert Oder bin nur ich es, die sich verändert?
Auch möglich. Durch E. hab ich gelernt, mich selbst zu akzeptieren. Ich verstelle mich nicht mehr. Das tut teilweise wirklich gut... obwohl ich jetzt viel alleine bin und wohl schon einige, die sich 'Freunde' nannten, verloren hab. Aber das ist es mir wert, wenn ich mich nie wieder selbst belügen muss.. Ich weiß jetzt, was ich will und ansatzweise, wer ich bin, das lässt mich sehr viel aushalten und ertragen. Vorallem den alten, grauen Alltagstrott mit seinen lächerlichen kleinen Hindernissen, die er aufstellt.
Muss mir nur manchmal, in seltenen Phasen, noch beweisen, dass ich es in der Hand habe, wie es mir geht. Dann kommen mir Ideen, wie mir die Haare in einer grellen Farbe zu tönen, um das Grau der ganzen Menschen aufzuhellen. Zumindest will ich mir so vorkommen.



Momentan ist meine Farbe im Grau der 12.09.
Da kommt E. wieder Endlich wieder spotten über die Welt und wissen, was man hier macht. Wissen, dass es irgendwo einen Sinn gibt.
Ich glaube an den momentanen Sinn. Und derzeit ist mein Sinn E., das Einzige, was ich zur Zeit brauche.
Ich stecke mir gerne Ziele ab. Das hilft. Klar, das Ziel, auf dessem Weg ich gerade bin, ist bis Freitag durchhalten, dann wieder Leben tanken und wieder durchhalten. Es ist einfach.
Nicht alles muss immer kompliziert sein ^^
Werd nun ins Bett gehn... morgen wartet der nächste graue Tag auf mich.

8.9.08 22:38
 


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